Die neue (überarbeitete) Rahmenvereinbarung vom 01.01.2011 bringt im Wesentlichen folgende Neuerungen mit sich:

  • Rehatraining (im Folgenden RT) in „festen Gruppen”
  • RT wird indikationsgerecht verordnet und durchgeführt
  • RT soll aus Sicht der Krankenkasse „notwendig, geeignet und wirtschaftlich” sein
  • Gerätetraining ist im Rehasport generell ausgeschlossen (Ausnahme Radergometer im Herzsport)

Derartige Rahmenbedingungen stellen für viele Übungsleiter eine ernsthafte Herausforderung dar.
Der Ausschluss von Krafttrainingsgeräten macht die Stundengestaltung besonders für Quereinsteiger zunehmend problematisch. Mehr Kreativität und Flexibilität wird vom Übungsleiter abverlangt. Orientiert er sich dabei an den Krankheitsbildern, ergeben sich kaum Möglichkeiten allen Ansprüchen der Teilnehmer gerecht zu werden. Lässt sich der Übungsleiter dann von einem Kollegen vertreten, ist der Unmut aller Beteiligten vorprogrammiert. Weiterhin können Ziele, die anhand der Superkompensation erreicht werden sollten, teilweise nicht mehr erreicht werden. Es wird also schwieriger, jeden Einzelnen in der Stunde ausreichend zu belasten, ohne ihn zu überlasten. Auch die sogenannte „indikationsgerechte” Durchführung von Sportgruppen stellt ein Problem dar. Ist die Unterteilung in Orthopädie und Innere schon „indikationsgerecht”? Die tägliche Arbeit zeigt, dass das Durchführen von beispielsweise „Kniegruppen” an der Anzahl der vorhandenen Probanden scheitert – zumal sich diese, falls vorhanden – nur schwer auf einen gemeinsamen zeitlichen Nenner bringen lassen. Rehatraining mit System bietet hierfür eine ideale Lösung.